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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
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11,46 € |
+0,080 € |
+0,70 % |
22.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007297004 |
729700 |
- € |
- € |
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Südzucker kaufen 11.07.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Marc Gabriel, empfiehlt weiterhin, die Aktie von Südzucker (ISIN DE0007297004 / WKN 729700) zu kaufen.
Nachdem die Gesellschaft bereits Ende Juni vorläufige Zahlen genannt habe, seien die endgültigen Zahlen heute früh im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Der Umsatz im Zuckerbereich sei infolge des EU-Reformprozesses um knapp 10% gegenüber dem Vorjahr auf 768,4 Mio. EUR zurückgegangen. Jedoch habe sich das operative Ergebnis von 26,7 Mio. EUR auf 55,1 Mio. EUR mehr als verdoppeln können, was wesentlich darin begründet liege, dass die Belastungen aus der Umstrukturierungsphase infolge der EU-Zuckermarktordnung weggefallen seien und sich weitere Kostenentlastungen positiv ausgewirkt hätten.
Bei den Spezialitäten habe sich ein bereinigtes Umsatzplus von 3,5% ergeben, das im Wesentlichen von den Divisionen Beneo und Freiberger (Pizza) getragen worden sei. Hier sehe man deutlich den defensiven Charakter der Lebensmittelsparte, getreu dem Motto: "Gegessen wird immer". Das operative Ergebnis habe um 38,1% auf 31,3 Mio. EUR gesteigert werden können, nachdem es im Stärkebereich zu einer Normalisierung der Rohstoffkosten gekommen sei.
Crop Energies, die seit diesem Jahr als eigenständiges Segment ausgewiesen würden, habe den Umsatz um 64,6% auf 87,3 Mio. EUR steigern können, was in der Produktionserweiterung in Zeitz und dem Anfahrbetrieb der Bioethanolanlage in Wanze (B) begründet gelegen habe. Die Anlaufkosten für die Anlage hätten jedoch erwartungsgemäß das operative Ergebnis belastet, das mit -3,2 Mio. EUR um 8,7 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert gelegen habe. Ohne diese Belastungen hätte das operative Ergebnis auf Vorjahresniveau gelegen.
Im Segment Frucht habe das operative Ergebnis mit 5 Mio. EUR unterhalb des Vorjahreswerts von 8,3 Mio. EUR gelegen. Das habe die Analysten überrascht, da sie aufgrund der gesunkenen Rohstoffkosten mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau gerechnet hätten. Hier drücke der steigende Wettbewerb bei den Fruchtsaftkonzentraten die Margen.
Folgende positive und negative Effekte sollten bei dem Ergebnis beachtet werden: Die Entspannung beim Finanzergebnis sei spürbar; nachdem im Vorjahresquartal noch 21,3 Mio. EUR abgeflossen seien, sei das Finanzergebnis in diesem Jahr mit -7,3 Mio. EUR um 14 Mio. EUR besser ausgefallen. Der Zahlungseingang der EU-Umstrukturierungsbeihilfe von 446,5 Mio. EUR sei bis Ende Juni 2009 vollständig erfolgt und trage im weiteren Berichtsverlauf zur Entlastung der Nettoverschuldung bei. Hinsichtlich der Prognose sehe das Unternehmen aktuell eine Erschwerung dahingehend, dass das volle Ausmaß der weltweiten Wirtschaftskrise ungewiss sei; das operative Konzernergebnis sehe man weiterhin bei rund 400 Mio. EUR, während sich der Umsatz auf dem Vorjahresniveau belaufen dürfte.
Negativ sei zu werten, dass sich der Margendruck im Fruchtsegment fortsetze.
Im Kernsegment Zucker würden die Analysten - auch im Hinblick auf die in diesem Jahr startende Partnerschaft mit Mauritius (400.000 t Zuckerlieferung p.a.) - mit einem deutlichen Ergebnisanstieg rechnen. Sie hätten ihr Bewertungsmodell auf 2010/2011 umgestellt und würden zu einem von 16,25 auf 17 EUR erhöhten Kursziel kommen. Die Aktie notiere aktuell mit einem KBV von 0,8 deutlich unter ihrem historischen Zehn-Jahres Kurs/Buchwert-Verhältnis von 1,28.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bewerten die Südzucker-Aktie unverändert mit dem Rating "kaufen". (Analyse vom 11.07.2009) (11.07.2009/ac/a/d)
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